Frühjahrsaufahrt oder Herbstausfahrt?
Dem Morgennebel nach zu urteilen war es eher Herbst. Schon als am Freitag früh um 8 Uhr Horst und Heribert in Langenwang vorbeidüsen (da ist übrigens 50), wurde mir klar, “Das wird eine frische Angelegenheit.“
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“Wir-Strobels und Hebsens
wollen morgen um 7 Uhr fahren. Alle anderen treffen
sich bereits am Freitag in Saalburg-Ebersdorf.
Am 01.01.2003 wurde die Stadt Saalburg mit der Gemeinde Ebersdorf/Thüringen zur
Stadt Saalburg-Ebersdorf zusammengelegt.
Saalburg - vor fast 800 Jahren unter der Herrschaft der Lobdaburger im Schutze
der Burg erbaut - besitzt seit 1313 Stadtrechte. Ein ca. 3 Meter hoher
Bergfriedstumpf, Teile der Stadtmauer, die Klosterruine "Zum heiligen Kreuz" im
benachbarten Ortsteil Kloster, sind noch verbleibende Reste aus den
Gründerjahren.
Am Samstag besichtigen Sie (leider ohne uns) schon die Dampfmaschine, das E-Werk und genießen die Porzellanstrasse.
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Emil und Hebs haben schöne Landstraßen ausgesucht –und so war es eine reine Augenweide durch die vielen blühenden Wiesen und saftiggrün werdenden Wälder zu fahren. (Alles ohne Navi). In Laufe des Vormittags wurde es dann auch richtig warm und schön, sodass man die Kälte und den Nebel des Morgens gleich vergessen hat Zur Mittagspause in Nördlingen kehren wir im goldenen Ross ein. Eine Hochzeitsgesellschaft verschafft uns eine lustige Mittagspause. Die Braut macht ihrer Gaststätte alle Ehre. Bezug nehmend auf Ross. Und die Gäste sind sehr modebewusst erschienen. Lila Stoff war wohl gerade im Angebot. Ein nettes Motorradhotel erwartet uns. Das erste wohlverdiente Bier genießen wir in der Sonne und warten auf unsere Freunde die von der Tagestour zurückkehren. Der Wirt hat für diesen Abend einen Grill aufgebaut und wir laben uns am Thüringer Büffet.
15 Personen sind heuer mit gefahren, leider ist Mägxle ein Malör passiert bei der Verladung, sodass wir ohne ihn starten mussten. (Katja wollte dann auch nicht mehr). Gute Besserung hoffentlich wird’s bald wieder gut.
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Für den nächsten Tag ist der Besuch der Rennstrecke Schleizer Dreieck geplant. Nach einem ausgiebigen Frühstück führt uns Detlef, nein Detlefs Lisl dreimal im Kreis herum bis wir endlich das Loch in Richtung Schleiz finden. Wir fahren ein paar schnelle Runden auf einer der letzten Naturrennstrecken Deutschlands. Die Ortsschilder werden von vielen Motorradfahrern nur selten war genommen -eher ignoriert .Bei Horst klingt es ein bisle komisch und er zieht es vor die Rennstrecke auszulassen. Ein Bolzen vom Auspuff ist wieder einmal gebrochen, man muss ja schließlich noch nach Hause kommen. Mittagseinkehr im Gasthaus Lug ins Land in der die Historie der Rennstrecke besichtigt werden kann. Unmengen von gelben Rapsfelder säumen den Weg als wir weiter fahren um eine Bootstour auf der Bleichrodthalsperre zu machen. Auf dem 28 Km langen Stausee lernen wir ein bischen Thüringen vom Wasser her kennen. Der höchste Punkt liegt 420 m über dem Meeresspiegel. Ebersdorf feierte 2001 sein 600-jähriges Bestehen.
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Interessant ist die geschichtliche Entwicklung Ebersdorfs. Das ehemalige
Rittergut kam in Besitz der Familie Reuß Jüngere Linie.
1692 - 1694 wurde durch die Fürsten Reuß j. L. ein Schloss erbaut, welches dann
Residenzsitz (1694 - 1848) wurde. An das ehemalige Schloss schließt sich ein
schöner Park von ca. 50 ha an, der nach englischem Vorbild entstanden ist. Der
Reiz des Parkes liegt in der Vielfalt seiner Gehölze und alten Baumgruppen.
Erholsame Spaziergänge bieten sich für
die Besucher an.
Auch an diesem Abend werden heiße Gespräche geführt. Aber nicht nur über Motoren, Reifen und Touren, sonder auch über Ziegenzucht und Wollschweine vom Hörnlepass.
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“Denen muss man bloß die Schneid abkaufen -wie den Frauen!“ (Blöder Spruch).
In 22 Jahren ist es wohl noch nie vorgekommen, dass wir dem Wirt das alkoholfreie Weizen leer gesoffen haben. So mussten wir schweren Herzens die Bierbank verlassen. (Früher war das anders). Schön für die Gespannfahrer, dass alle Gespanne da waren. 5 Stück an der Zahl, ist doch beachtlich oder? Denn ursprünglich sollte diese Reise eine Gespannausfahrt werden. Wir verabschieden uns am Montag wieder von einem amüsanten Wochenende in alle 4 Himmelsrichtungen. Die Brandenburger nach Osten, Roland nach Norden (Besuch bei der Schwiegermutter), Horst, Anneliese, Petra und Heribert nach Westen, Wir- Strobels und Hebsens nach Süden und Michl und Renate halten die Stellung in Ebersdorf.
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Jeder versucht dem Wetter davon zu fahren denn die Prognosen sind nicht besonders gut. Bei herrlichem Sonnenschein und schwarzen Wolken im Rückspiegel fahren wir in Richtung Hof, Wunsiedel, Marktredwitz, bis Weiden i. d. Oberpfalz. Emil führt uns durch verschlafene Dörfchen wo manches Mal der Eindruck erscheint, dass die Zeit stehengeblieben ist. Wir besichtigen zwischendurch ein Felsenlabyrinth und im Steinwald kommt es mir vor als ob ich im Märchenwald wäre.
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Rustikale Gemütlichkeit bildet das besondere Flair beim Schinderhannes. Auch dort fühlen wir uns zurückversetzt in die gute alte Zeit. Im Gastgarten genehmigen wir uns ein Riesenschnitzel mit Salat und Pommes. Die Preise sind auch stehengeblieben € 4,90.Unser nächstes Ziel wäre Regensburg. Einen tollen Abend in der romantischen Stadt, ein bischen bummeln und ein Eis schlecken, das war unser Traum. Dabei ist es geblieben. Eigentlich waren die Strassen sehr gut und trotzdem hat Emil plötzlich einen Lagerschaden. Und wie er das wieder gekonnt gemacht hat. Genau vor einer Kfz-Werkstatt blieb er liegen und glücklicherweise war auch noch der Meister da, trotz Feiertag. So wurde das Gespann gleich dort deponiert, das nächste Gasthaus ausgespäht und die Baywa ist auch gleich ums Eck. Nicht Regensburg sondern Neunburg wurde dann das Endziel. Schon früh am nächsten Morgen zogen die beiden Männer los um bei der Baywa einzukaufen. Es reichte knapp zu einer Shoppingtour für mich und Manuela. Schon war alles wieder geflickt. In Straubing überraschte uns noch schnell ein ordentlicher Platzregen und wir beschlossen dann auf schnellstem Weg wieder ins Allgäu zurück zu steuern. Schön wars wie immer. Zwei leichte Verletzungen an der Gespannen die aber glimpflich ausgegangen sind , denn auch Horst kam laut aber gut nach Hause. Danke an alle fürs dabei sein und Danke an die Brandenburger die maßgeblich an der Organisation beteiligt waren.

Es grüßt euch die Hilde aus LA